Freitag, 4. September 2009

Warum das " Leben ist bunt..." so heißt...

Ich bin am Grübeln.
Nein, nicht am verzweiflerischen Nachdenken, sondern eher am Gründeln, weil ich ja eh gern den Dingen auf den Grund gehe.

So langsam fällt es nämlich selbst mir auf, daß die Reaktionen auf omamos Merinobilder immer aus so einer "fröhlichen" Stimmung heraus entstehen, an denen insbesondere die Farben, die omamo kombiniert, Schuld sein sollen.

Es ist ja nicht so, daß sie keine anderen Farben zur Verfügung hätte ... oder ich nicht auch dezente oder Ton in Ton, pastellige, dunkle oder auch nur zweifarbige Bilder mögen würde ... was omamo absolut entwerfen könnte.

Nein, immer wieder werden die Farben fröhlich gemixt, jeder andere Versuch schlug fehl und endete knallbunt.

So auch das Bild " Leben ist bunt..." -
ursprünglich angelegt als "eckige Spirale" in schwarz, angedacht dann die weiteren Farben in Erdtönen mit natürlich irgendwo einem kleinen "Pepp / Hingucker" drin...

Und ich erinnere mich noch an omamos hilfloses Gesicht, als es immer bunter wurde.

"Ich kann doch auch nix dazu" meinte sie und zuckte mit den Schultern "das macht sich einfach selber - wie die anderen Merinos auch!"

Und wir mochten es dann beide nicht mehr so wirklich leiden.

"OK," sagte omamo "dann kriegt es jetzt eben nen roten Untergrund und ist dann halt wieder bunt - aber schön ist es nicht!"

Und dann hing es Wochen lang am Wohnzimmerschrank (ich hab ja kein Wohnzimmer mehr, seit dem omamo sich da mit ihren Merinos breit gemacht hat und ich eingesehen habe, daß frau das nicht jeden Tag hin- und wieder wegräumen kann) ganz zuunterst hinter anderen Entwürfen, die Gnade in omamo's Augen gefunden hatten und auf ihre Vollendung warteten.

Und irgendwann kam es dann wieder zum Vorschein.

Omamo gab sich schließlich einen Ruck und beschloss, es zu versuchen - schlimmer konnte es ja nicht werden, und vernichten konnte sie es immer noch.
Und sie hatte die Eingebung, die drei Herzen noch dazu zu geben (die waren nämlich vorher nicht da).

DAS WAR'S!

Und dann ging es los - und omamo war wie in Trance - und dann war es fertig...

Und wir liebten es beide.
That's life.

Da nimmste dir was vor, planst oder legst den Weg dahin fest - und dann kommt's mal wieder alles anders.
Weil irgendeine Kleinigkeit noch fehlt, von der du vielleicht gar nichts ahnst.
Dann hast du die Wahl - Tonne oder Geduld / Vertrauen.

Tonne - dann kannst du hinterher schlecht etwas ändern und mußt dich völlig neu orientieren (wobei das Spiel natürlich von vorne beginnt, allerdings einen Grad schwerer, denn du setzt dich jetzt ja unter Druck mit den "schlechten Erfahrungen")

Geduld / Vertrauen - einfach abwarten und dabei das Ziel dabei nicht aus den Augen verlieren.

Und wenn das Ziel dann endlich erreicht ist und du zurückblickst - dann hat alles so irgendwie seinen Sinn gehabt, selbst die Enttäuschungen, Kummer, Niederschläge, die du erlebt hast - und plötzlich ist alles stimmig.

Das Ziel war: ein Bild.
(wenn auch eines von vielen).

Meine beiden Damen gucken mir gerade über die Schulter, während ich das hier eintippe.

Omamo meint: "das hast du aber schööööööööööööön gesagt!!!! Jaha, so isses!!!!"

Rabiata guckt mich an, als wäre es eigentlich völlig sinnlos, überhaupt mit mir zu reden.
"Was guckste denn so?"

Sie holt tief Luft und würdigt mich dann doch einer Antwort:
"Musste hier so'n Schmus schreiben?
Ist ja schlimmer als die Prediger aus Karlsruhe, die Nachts immer auf TV5 - oder war es Tele 4? - kommen!"

"Wieso 'Schmus'? Ich hab doch nur erläutert, warum omamo das Bild so genannt hat!"

"Mädelchen - das sag ich doch schon immer - knapp auf einen Nenner gebracht - Sch... düngt! Oder warum meinste, daß die Bauern das Zeug auf'm Acker verplätschern?!"

Dazu fällt mir jetzt nix mehr ein.
Wo sie Recht hat, hat sie Recht.

Kommentare:

  1. na sowas kenne ich doch auch irgendwo her.
    wie oft habe ich mir vorgenommen ein pastelliges bild ton in ton zu malen und dann schleichen sich die farben rein....und es wird bunt und bunter und knalliger!

    aber so ist das wohl eben:: unser leben ist eben nicht ton in ton und womöglich auch noch langweilig, sondern unser leben ist bunt, gewaltig, dramatisch und intensiv gewaltig!!!

    lg von emma

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  2. Ich tendiere eher zu Omamos Meinung, wohingegen Rabiatas Argumentation doch auch was für sich hat. Aber was sie nicht bedacht hat, ist, dass die Bauern viel zu viel Sch... auf dem Acker verplätschern (meine Beobachtung hier in der Gegend), also ganz stichhaltig ist ihre Argumentation dann auch wieder nicht. Aber da das sowieso mos Artikel ist, kann's dir eigentlich egal sein. Sollen die beiden doch selber einen Blog machen, wenn sie's besser können.
    Liebe Grüße von Margot

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  3. Hab' ich doch ganz vergessen: Kannst omamo übrigens sagen, mir gefallen ihre Farben auch gut, da gibt's nichts auszusetzen.

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  4. @ Margot
    ja, frau hat's nicht immer leicht mit den beiden Damen - aber ich hab mich trotzdem sehr an sie gewöhnt...
    ;-))

    Bussi
    mo

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  5. Liebe Mo, Omamo und Rabiata - ihr seid einfach unübertroffen köstlich!
    Herzlichst,
    Katarina

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Hier freue ich mich über Eure Kommentare...

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