Donnerstag, 19. Februar 2009
Leo - wie geht es weiter....
Das Alien hat erst einmal durchgeschlafen und omamo auch.
Trotzdem - es fehlt was.
Zumindest erst einmal Leo.
Geblieben war der zarte Duft.... (die Waschmaschine routierte mittlerweile und alle beiden Febreeze-Flaschen sind leer).
Doch - da war noch was - auf Leos Spuren entdeckte omamo noch das eine oder andere Protest-Malheur, auf das sie hier nicht näher eingehen möchte.
Aber vergeben und vergessen, das ist ja alles nicht passiert, weil Leo omamo nicht mag, sondern einfach mit sich und seinem Leben oder seinen Hormonen im Unreinen ist.
Das ist jetzt hoffentlich vorbei.
Gestern kam die mail .... Leo ist gerade am Aufwachen...
Kenner der Scene werden wissen, was das bedeutet.... Schnipp. Schnapp.
Omamo grübelte ein wenig über dieser Nachicht, denn letzten Endes war sie wohl das Zünglein an der Waage, und Leo könnte ihr zeitlebens vorwerfen, daß sie Schuld sei daran, daß er nun nicht mehr....
Ne, Leo, das wäre unfair.
Du hattest Deine Chancen.
Und ich kann Dir nur von Herzen wünschen, daß Ruhe in Dein Ich einkehrt, denn dann hast Du ein wunderbares Zuhause und sicherlich auch ein wunderbares Katerkatzenleben.
Montag, 16. Februar 2009
Exakt eine Woche später oder Murphy's Gesetz...
Ein atemberaubendwunderschöner, rotgezeichneterKater mit tiefgrünen Augen und einer Schnurrstimme, die süchtig macht.
omamo fühlt sich hin- und hergerissen und ist froh, daß keiner der beiden mit ihr die Diskussion anfängt, ob eine Frau auch zwei Männer lieben kann.... Leo weiß ja noch nicht, daß Maypenlay, die schwarze Thaischönheit, zur Zeit auf Urlaub ist und das Alien wird den Teufel tun, dem Neuen was von May zu erzählen.
Soweit, so gut, und dieses nur als Nachtrag (wegen des Fotos) und als Rückschau...
Am Dienstag begannen dann bei omamo zarte Halsschmerzen, die sich bis zum nächsten Morgen ins Unendliche steigerten. Daneben stand sie ein wenig daneben, als sie sich Mittwoch aus dem Bett erhob, der Kreislauf war wohl auch anscheinend noch nicht bereit, sich hochzufahren. Das mag sicher an der Nacht gelegen haben - immerhin hatte Leo anscheinend beschlossen, nicht mehr so viel zu schlafen und machte es seinen Mitbewohnern stimmstark (boah - was für ein Repertoire! Und ohne Mikro!!!) klar, daß er es langweilig fand. Oder auch nur sein Zuhause vermisste. Oder Beides.
Als omamo und das Alien vom morgendlichen Gassi zurückkamen (es war eher ein Schlurfi gewesen), hatte omamo sich mit Halstabletten und die Viecher mit frischen Hühnerflügeln eingedeckt, was angemessene Anerkennung bei Leo und leichte Panik beim Alien auslöste, das nun ständig auf der Flucht vor dem Bengalen war, der schneller fraß.
omamo wollte dieser Auseinandersetzung erst einmal Pillen lutschend ins Internet entfleuchen - doch anscheinend hatte auch der PC eine schlaflose Nacht verbracht (immerhin wacht er bis zum Morgengrauen über eingehende Mails, um dann sofort, sobald sein Frauchen mit dem Becher Kaffee auftaucht, ihr butlermäßig alles zum Frühstück zu servieren).
Der Bildschirm reagierte nicht auf die Maus und auf keine Taste.
omamo, kreislauf- und maaaaooooaaaaauuuuu- müde, drückt reset. Nix.
PC streikt. Hat sich entstromt und pennt. Und omamo sitzt da ohne Internet = Katastrophe.
Kreislauf versucht, sich ebenfalls zu verabschieden.
omamo gibt auf und zieht sich ins Bett zurück - alte Taktik: Schlaf heilt.
Leo findet das alles albern und vor allem keine Ruhe. Probt weiter für DSDS und teilt sich die darauffolgenden Tage in Zwölftel, in denen Stimmproben, Fressen, Rennstrecken, Duftmarken Setzen, Schnurren und Schlafen sich abwechseln.
Man könnte das auch unter "wie führe ich Gehirnwäsche bei meinem Menschen durch?" näher besprechen.
omamo bleibt im Bett, lutscht Pillen, verbraucht Unmengen von Taschentüchern, ißt kaum was, versucht zu schlafen (je nachdem, wie Leo es zuläßt), ordentlich zu trinken und schlappt zwischendurch zur Fütterung der Raubtiere oder zum Gassischlurf um den Block.
Leo makiert mittlerweile in der Wohnung wie ein bekloppter Sprayer. Gut, daß dies zumindest farblos geschieht - trotzdem - auch wenn man es nicht sehen kann, man kann es riechen. Und immerhin ist Leo ein beachtlich begabter (oder potenter?) Sprüher... und so langsam wird omamo mürbe, und das bei aller Katzenliebe.
Gut, daß wenigstens das "Atelier" nicht in Leos Sprüh-Bezirken liegt (irgendwie hat er nicht mitbekommen, daß es da noch einen Raum gibt für Rebornbabies und andere kunsthandwerkliche Arbeiten).
Am Wochenende ist wieder Weiterbildung - Samstag klappt nicht (sondern omamo nochmal zusammen), aber Sonntag. Wat mutt, dat mutt.
Das Alien darf mit (ist schließlich seminarerfahren), aber Leo bleibt zuhause. Neun Stunden insgesamt. So was steckt er weg, meinte sein Frauchen.
Hat er auch. In Form einer (zuerst von omamo entdeckten) Kaskade etlicher Verdauungsvorgänge, dekorativ über einen Plastik-Tukan, dem man mit Druck auf den Kopf einen Zahnstocher aus dem darunter liegenden Spender entlockt, getürmt (dazu muß Leo mindestens 3x in Position gegangen sein!).

Das hat omamo aber erst am Montagmorgen entdeckt und daraufhin einen leichten Nervenzusammenbruch erlitten.
Gottseidank hatte das Frauchen von Leo ein Einsehen - nun ist der kleine Bengale wieder zurück bei seiner Frau und seinen Kindern, den Hunden und dem Rest der Familie.
Und ich wünsche ihm ein erfülltes und glückliches Katzkaterenleben, denn er ist unheimlich liebenswert und er hat mir ein Stückchen Herz gestohlen - ach ne, so ein Blödsinn - ich hab es ihm geschenkt!
Montag, 9. Februar 2009
Leo ist da...

Nein, er ist wirklich kein normaler Kater. Aber das wundert nicht wirklich, denn in unserer Familie hat es noch nie "normale" Tiere gegeben... (by the way - wer ist denn auch schon "normal" in unserer Familie - also passt es sich schon wieder).
Macke Nr. 1:
Leo mag keine geschlossenen Türen.
Lernprozess für omamo: in Zukunft Haustür zum Treppenhaus verschließen.
Vorteil: nie wieder Schlüsselbund suchen.


Parallel dazu (Nachteil) kann sich omamo erst einmal jegliches Energiesparen (Heizung) abschminken, denn aus der Wohnung zur bedachten Terrasse gibt es auch noch ne Tür - aber, was da passiert, zeigt Leo hier:

Und schon steht die Tür offen.
Anscheinend hat er mittlerweile die geschlossene Hausflurtür akzeptiert - jetzt ist jedenfalls Ruhe. Leo verfügt nämlich über eine Stimmgewalt, die selbst einen Dieter Bohlen beeindrucken würde.
Das Alien weiß noch nicht so wirklich, wie der neue Mitbewohner einzuschätzen ist - immerhin ist der ja auch ein Kerl und leidet nicht gerade unter Schüchternheit und hat bereits genügend Erfahrungen mit einer Rasselbande von Aussies gesammelt und sich dort ebenfals behauptet. Also legt das Alien erst einmal eine Denkpause ein.

Ansonsten ist alles im grünen Bereich - durch die Wohnung schwebt allerdings stellenweise ein altbekannter, markanter Duft nach Kater.... jepp, Leo ist noch voll im Besitz seiner Männlichkeit und auch gerade Vater geworden, und von solchen kleinen männlichen Imponier- und Besitzmacken läßt sich omamo ja nicht klein kriegen...
Nun warten wir mal ab, wie sich der kleine Leopard einlebt, und was sonst noch so an Macken auftaucht.
Oh je - und was Maypenlay, die schwarze siamesische Schönheit, dazu sagt, wenn sie wieder zuhause ist - (die macht gerade Urlaub beim Ex...)
