Montag, 16. Februar 2009

Exakt eine Woche später oder Murphy's Gesetz...

Das sind das Alien und Leo, der Bengale am letzten Montag:
Ein atemberaubendwunderschöner, rotgezeichneterKater mit tiefgrünen Augen und einer Schnurrstimme, die süchtig macht.

Selbst das Alien ist beeindruckt, zumal ihm der Bengale gleich von Anfang an klar gemacht hat, wer hier nun Herr im Hause sein wird.

omamo fühlt sich hin- und hergerissen und ist froh, daß keiner der beiden mit ihr die Diskussion anfängt, ob eine Frau auch zwei Männer lieben kann.... Leo weiß ja noch nicht, daß Maypenlay, die schwarze Thaischönheit, zur Zeit auf Urlaub ist und das Alien wird den Teufel tun, dem Neuen was von May zu erzählen.


Soweit, so gut, und dieses nur als Nachtrag (wegen des Fotos) und als Rückschau...


Am Dienstag begannen dann bei omamo zarte Halsschmerzen, die sich bis zum nächsten Morgen ins Unendliche steigerten. Daneben stand sie ein wenig daneben, als sie sich Mittwoch aus dem Bett erhob, der Kreislauf war wohl auch anscheinend noch nicht bereit, sich hochzufahren. Das mag sicher an der Nacht gelegen haben - immerhin hatte Leo anscheinend beschlossen, nicht mehr so viel zu schlafen und machte es seinen Mitbewohnern stimmstark (boah - was für ein Repertoire! Und ohne Mikro!!!) klar, daß er es langweilig fand. Oder auch nur sein Zuhause vermisste. Oder Beides.

Als omamo und das Alien vom morgendlichen Gassi zurückkamen (es war eher ein Schlurfi gewesen), hatte omamo sich mit Halstabletten und die Viecher mit frischen Hühnerflügeln eingedeckt, was angemessene Anerkennung bei Leo und leichte Panik beim Alien auslöste, das nun ständig auf der Flucht vor dem Bengalen war, der schneller fraß.

omamo wollte dieser Auseinandersetzung erst einmal Pillen lutschend ins Internet entfleuchen - doch anscheinend hatte auch der PC eine schlaflose Nacht verbracht (immerhin wacht er bis zum Morgengrauen über eingehende Mails, um dann sofort, sobald sein Frauchen mit dem Becher Kaffee auftaucht, ihr butlermäßig alles zum Frühstück zu servieren).

Der Bildschirm reagierte nicht auf die Maus und auf keine Taste.

omamo, kreislauf- und maaaaooooaaaaauuuuu- müde, drückt reset. Nix.
PC streikt. Hat sich entstromt und pennt. Und omamo sitzt da ohne Internet = Katastrophe.

Kreislauf versucht, sich ebenfalls zu verabschieden.
omamo gibt auf und zieht sich ins Bett zurück - alte Taktik: Schlaf heilt.

Leo findet das alles albern und vor allem keine Ruhe. Probt weiter für DSDS und teilt sich die darauffolgenden Tage in Zwölftel, in denen Stimmproben, Fressen, Rennstrecken, Duftmarken Setzen, Schnurren und Schlafen sich abwechseln.

Man könnte das auch unter "wie führe ich Gehirnwäsche bei meinem Menschen durch?" näher besprechen.

omamo bleibt im Bett, lutscht Pillen, verbraucht Unmengen von Taschentüchern, ißt kaum was, versucht zu schlafen (je nachdem, wie Leo es zuläßt), ordentlich zu trinken und schlappt zwischendurch zur Fütterung der Raubtiere oder zum Gassischlurf um den Block.

Leo makiert mittlerweile in der Wohnung wie ein bekloppter Sprayer. Gut, daß dies zumindest farblos geschieht - trotzdem - auch wenn man es nicht sehen kann, man kann es riechen. Und immerhin ist Leo ein beachtlich begabter (oder potenter?) Sprüher... und so langsam wird omamo mürbe, und das bei aller Katzenliebe.

Gut, daß wenigstens das "Atelier" nicht in Leos Sprüh-Bezirken liegt (irgendwie hat er nicht mitbekommen, daß es da noch einen Raum gibt für Rebornbabies und andere kunsthandwerkliche Arbeiten).

Am Wochenende ist wieder Weiterbildung - Samstag klappt nicht (sondern omamo nochmal zusammen), aber Sonntag. Wat mutt, dat mutt.

Das Alien darf mit (ist schließlich seminarerfahren), aber Leo bleibt zuhause. Neun Stunden insgesamt. So was steckt er weg, meinte sein Frauchen.

Hat er auch. In Form einer (zuerst von omamo entdeckten) Kaskade etlicher Verdauungsvorgänge, dekorativ über einen Plastik-Tukan, dem man mit Druck auf den Kopf einen Zahnstocher aus dem darunter liegenden Spender entlockt, getürmt (dazu muß Leo mindestens 3x in Position gegangen sein!).

Achtung, Nur für hartgesottene Katzenversteher:



Das hat omamo aber erst am Montagmorgen entdeckt und daraufhin einen leichten Nervenzusammenbruch erlitten.

Gottseidank hatte das Frauchen von Leo ein Einsehen - nun ist der kleine Bengale wieder zurück bei seiner Frau und seinen Kindern, den Hunden und dem Rest der Familie.

Und ich wünsche ihm ein erfülltes und glückliches Katzkaterenleben, denn er ist unheimlich liebenswert und er hat mir ein Stückchen Herz gestohlen - ach ne, so ein Blödsinn - ich hab es ihm geschenkt!

Kommentare:

  1. Oh menno, mo. Da haste ja ne anstrengende Woche hinter dir. Aber der Kater ist wohl doch besser bei seinem vorigen Frauchen aufgehoben. Ich hätte das keine ganze Woche ausgehalten.

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  2. Nein, da macht er anscheinend das Gleiche, wie sie mir sagte. Und wir sind uns einig - wenn weder sie noch ich es schaffen, so ein Katzentier zu normalisieren - wer dann? Ne, das steckt in ihm drin, das ist ein Urvieh und hat entweder nen Knall oder bekommt seine Hormone nicht geregelt. Nun kommt er halt doch unter's Messer. Ich drücke ihm alle Daumen, daß er dann gelassener wird...

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