Sonntag, 25. September 2011

nochmal Papstbesuch

Ach ja, es war mir schon klar, dass ich den einen oder anderen Katholen ein wenig verprellen werde mit meinem Post.
Aber das ist ja nicht persönlich gemeint, sondern meine Kritik richtet sich gegen Aussagen, die gerade denjenigen, die sich voll einbringen, aufstoßen müssen, da sie sich an der Basis befinden. Und davon habe ich in meinem Leben einige kennen- und schätzen gelernt.

Diese lieben und ehrlichen Helfer in der Kirche (oder auch anderen gemeinen Organisationen (Gemeinnützig jibbet ja nur in Deutschland, die EU kennt das nicht)kenne ich auch und schätze ihr Engagement sehr hoch ein.

Das ändert aber nichts an meiner Kritik.

Und auch nicht daran, dass ich an ein Weiterleben nach dem sogenannten Tod glaube - und somit an die Existenz einer - ja, wie nenne ich es jetzt? Bleib ich doch einfach mal bei dem Begriff "Gott", da wir ja nun mal ein gewisses Hierarchiedenken gelernt haben. Wobei mir die Form nicht klar ist, aber wie denn auch, da mach ich mir mit meinem menschlichen Zwergenhirn keinen Kopf drum - ich werd's über kurz oder lang eh erfahren.

Mit der Diskussion, ob die Erde ne Scheibe oder ne Kugel ist, hätte ich es genauso gehalten.

Und ja, ich denke mal, ich bin ein Christ (wobei das dem lieben Gott bestimmt völlig wurscht ist, ob ich ihn nun Gott oder Allah oder Manitou nenne).
Wichtig ist doch, dass ich mein Leben einigermaßen geradeaus lebe und darin auch meine Mitmenschen einbeziehe.
Und das, was "Gut" oder "Böse" ist, haben wir in uns, genauso wie unseren Gleichgewichtssinn.
Und ich weiß auch, dass ich meine "religiöse" Einstellung durch eben die christliche Erziehung erhalten habe.
Aber ich hab halt so ein "Revoluzzer"-Gen in mir (das liegt sicher an der irischen Komponente?) und deshalb hinterfrage ich halt - immer noch.

Kommentare:

  1. Niemals über das Thema Religion in Gesellschaft zu diskutieren, dass lernte ich schon als Kind.

    Dieses Thema , sowie das Thema Politik ist auf Ärger vorprogrammiert. Schade eigentlich, denn es betrifft uns direkt.

    Meine Meinung ist - ein Christ ist ein Mensch der den anderen respektiert und mag( liebt finde ich zu geschwollen)und füreinander einsteht,die Religion hat damit gar nichts zu tun.
    Nur weil ein Mensch Kirchensteuer bezahlt ist er kein Christ.
    Und liebe Mo,
    die Menschen, die wirklich aus Menschenliebe helfen, werden sich über deinen Post nicht aufregen, denn diese wissen, dass sie nicht Christen sind weil sie katholisch , evangelisch oder wer weiß was sind.
    Ein Christ weiß - das er ein Christ ist, der braucht es nicht schriftlich..........

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  2. Hi Jutta - ne, das gilt nicht nur für Christen - jeder Religion liegt zugrunde, menschlich zu sein...

    Und das, was Du gelernt hast - also Religion und Politik als Thema öffentlichen "Laut-Denkens" zu vermeiden von wegen des vorprogrammierten Ärgers - ha, ha - da bekomme ich dann echt Ärger mit meinen irischen Genen!!!

    Ansonsten haste aber völlig Recht!

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  3. Hat sich Jesus nicht auch aufgelehnt? Gegen die Oberen? Wie war das mit den Pharisäern? Wie mit Magdalena? Es heißt Glaube und nicht Wissenschaft - da ist Spielraum für freies Denken.
    LG Silvia

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  4. Respekt vor einer releigion gehört genauso dazu wie der Toleranz Konfessionslosen gegenüber.

    Aber mir ist der papstbesuch auch sauer aufgestoßen, zumal ich einfach mehr erwartet hatte. Ein offenes bekenntnis und Entschuldigung zu den unentschuldbaren Missbrauchsfällen zum Beispiel.

    Jeder soll glauben, was er für richtig hält, aber jeder darf eben auch seine meinung äußern, so lange es keine Schmähkritik ist

    LG Shoushou

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  5. Ob Katholisch, Evangelisch oder Moselem, jeder sollte sich human benehmen und mit Respekt vor anderen Menschen.

    Ich bin auch katholisch, trotzdem erinnere ich mich noch dran, wie ein "Auserwählter" (Pfarrer) während des Religionsunterrichts unter dem Tisch gesessen hat und ich sollte in der ersten Reihe sitzen, da ich ein Röckchen an hatte...
    Ich glaube an Gott und bin gläubig, aber nicht an Leute, die "Auserwählt" worden sind.

    Liebe Grüße,
    Daria

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  6. Ich kann mit Ratze und auch anderen Kirchenvorständen, egal welcher Religion nichts anfangen. Mein Glaube richtet sich (wenn ich einen habe) nicht nach Regeln und Konfessionen. Das ist doch blöd. Das einzig freie, was der Mensch wirklich hat - nämlich den Glauben - auch noch in Schubladen zu pressen... *kopfschüttel*

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  7. Ach... und Kritik hin oder her und Aufregung und Gezeter auch. Wer sich den Schuh anzieht, soll es. Ansonsten gilt die Meinungsfreiheit. Auch zu DIESEM Thema!

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