Samstag, 14. Mai 2016

Nicht nur Bäcker, auch Blumenladen....

So irgendwie bin ich bei "B" gelandet mit meinen Erfahrungen im Einzelhandel....

Nach dem (Frenchise/Filial-) Bäcker (Posting von gestern) kam heute das arme Mädel vom Blumenladen dran.
Na ja - Mädel? - so 30 Pfingsten hatte die sicher auch schon drauf.

Beim Bäcker habe ich mich heute zurückgehalten, nachdem ich sah, dass tatsächlich noch 2 Walnussbrote im Regal lagen. Ausserdem war die Schlangew vorm Tresen so lang, dass ich es unfair gefunden hätte, jetzt eine Grundsatzdiskussion zu beginnen - die Mädels sahen auch schon leicht gestresst aus.




Wobei ich natürlich, mein lieber Rolf - Sorry, Kralle - Deinen Kommentar von gestern mit allerhöchstem Interesse gelesen habe - ich gebe zu, ich muss mich jetzt wirklich endlich mal in den Hintern treten und mit dem Brotbacken beginnen!
Danke für die Tips!!!!

Nun aber zum heutigen Erlebnis im Blumenladen.




Ich hatte mir letzte Woche einen wahrhaft dicken, wunderschönen Busch Rosmarin im Topf beim Blumenladen geholt.
Der stand da so draussen und sprach mich ganz schüchtern an...

Und um nun nicht wieder Frusterlebnisse wie beim Discounter & Co mit Kräutern zu erleben (immerhin hat das Teil ja auch stolze 12 € gekostet!), surfte ich durchs WWW um herauszufinden, wie ich am besten mit meinem Rosmarin umgehe.

Giessen - klar.
Erde - auch klar.
Sonne - ebenfalls klar.
Beschneiden - totale Irritation.

Man muss da irgendwie so schneiden, dass der Busch nicht verholzt, sondern immer wieder und weiter austreiben kann.

Toll.
Und wo sind die Bilder für Doofe?
Nada.

Also heute dem Rosi gesagt, dass ich nach dem Bäcker beim Blumenladen seiner Herkunft vorbeigehe und mir das fachkundig erkären lasse.

Oh ja, und das Pfingsten +/-30 Mädel hat dann auch erklärt wie Teufel - nahm an einem Baumstamm-Rosmarin immer wieder beschwörend die Triebspitzen zwischen Zeige- und Mittelfinger und erklärte mir, dass ich da einfach abschneiden solle, und immer schön rundherum, damit die Form gewahrt würde.

Ich hatte allerdings vor meinem geistigen Auge etwas längere Rosmarinstiele und vor allem die Verholzung, die, wo auch immer, dann droht, wenn man nicht richtig schneidet.

Also über die Verholzung solle ich mir keine Sorgen machen, so was dauere Jahre....

Nachdem wir dieses Ritual (Triebspitzen durch die beiden Finger laufen lassen, erklären, dass ich dann unter den Fingern schneiden müsse von wegen der kugeligen Rundung und das Verholzen jetzt kein aktuelles Problem sei) 3 mal durchexerziert hatten, erkannte ich die pure Verzweiflung in ihren Augen.

Sie hat die meine sicher auch erkannt, was ihren Zustand nun nicht gerade besserte.

Also nahm ich mir ein Herz und fragte sie mütterlich (gottseidank nimmt man mir das in meinem Alter ab), ob sie überhaupt wisse, wie man Rosmarin so erntet, dass er nicht verholze, sondern fröhlich weiterwachse und gedeihe?

Mit einem Piepser antwortete sie: "nein - ich bin doch keine Gärtnerin, ich bin Floristin!"

Ja verflixt nochmal - warum sagt sie das nicht gleich?
Kann sie denn etwas dafür, wenn der Laden Sachen anbietet, für die anscheinend keine Beratung vorhanden ist?

Wobei ich das nicht einmal glaube, denn draussen stehen viele Tische mit gepflanzten (und nicht nur arrangierten) Blumen und Gewächsen.

Ich hab dem Mädel dann gesagt, es sei ja nicht schlimm, und empfohlen, doch einfach zukünftig gleich zu sagen, dass sie das nicht weis - und vielleicht auf jemand anderen im Laden zu verweisen.

Das hätte uns beiden peinliche Momente erspart.

Jetzt gehe ich mal auf Facebook fragen - und werde sicher eine entsprechende Anleitung bekommen.

Nur - mal ehrlich - was ist das für eine Mitarbeiterführung, bei der die Angestellten so wenig geschult sind?
Oder sich nicht trauen, bei "gärtnerischen" Fragen gleich zu sagen, dass sie das nicht wissen oder zumindest einen kompetenteren Mitarbeiter zu bitten?

Und was ist das für ein Laden, der anscheinend? Pflanzen anbietet, für die er keine Pflegeanleitungen vermitteln kann?

Oder bin ich nur "an die Falsche" geraten?

Kommentare:

  1. Bei mir darf jedes Jahr ein neuer Rosmarinstock bis zwei einziehen. Und ich schneide ganze Zweige weg, so 15 - 20 cm, es hat noch nie geschadet. Wärme braucht der Strauch und frischen Rosmarin ist ja nicht zu vergleichen mit dem getrockneten aus der Streudose.... puhhh.
    Was ich damt sehr gerne mag, so ein Zweig Rosmarin in Olivenöl schön vorsichtig knusprig gebraten, abgetropft, und dann auf ein kurz gebratenes Stück Fleisch gelegt.

    Viele Grüsse wieder einmal von mir zu dir
    Brigitte

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    1. Hi Brigitte, ja, ebenfalls schön, Dich zu lesen - Bloggen ist eben doch viel persönlicher als nur Facebook (Obwohl, auch dort habe ich schon liebe Menschen getroffen!)

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  2. Ja, so Geschichten kenne ich. Ganz schön ärgerlich für den Betroffenen, aber unterhaltsam für den Leser. Somit Danke für Deine Geschichten bei Bäcker und Blumenladen. Auf die Idee den Rosmarin zuzuschneiden wäre ich gar nie gekommen, da ich ihn ohnehin beim Ernten immer beschneide... und da schneide ich natürlich nicht wo es schon holzig ist. In der Toskana hatten wir einen Bäcker der machte immer so tolles Fladenbrot mit Rosmarin auf der Oberfläche. Gute Bäcker sind wirklich nicht einfach zu finden... Hoffe, dass die Walnussbrote wengistens gut schmeckten. Wenn Du schon soviel Umstände damit hattest.
    Liebe Grüße und noch einen schönen Sonntag.
    Anna

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    1. Hallo Anna -
      ja, die Brote sind ganz OK, aber auf meiner Pinwand bei Pinterest habe ich schon noch leckerere Rezepte gesammelt - https://de.pinterest.com/mohero/k%C3%BCche-brot-und-br%C3%B6tchen-etc/ -

      Jetzt aber mal ganz ehrlich - wenn ich so in den Busch greife und dann an den Fingern rieche .... da müsste sich rosmarin doch eigentlich auch im "süssen" Bereich verwerten lassen (denn das ist ja der Deine... )
      alles Liebe
      mo

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Hier freue ich mich über Eure Kommentare...

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