Donnerstag, 4. Mai 2017

Unerwarteter Zuwachs....

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Bitte nicht wundern über das "Umfeld" - wir wohnen hier leider immer noch ein wenig provisorisch, was die Renovierungsverarsche angeht... (ist ne andere Geschichte)

Wenn man einen Hund so lange gehabt hat - es waren 14 Jahre, er "passierte" mir, als er 4 Jahre alt war - und mit ihm und er mit mir durch Dick und Dünn gegangen ist, dann ist das eine Bindung, die auch der Tod nicht scheidet.

Insofern wollte ich nie wieder ein Haustier haben, denn auch meine Katze Maypenlay, die das Alien erzogen hatte und mit der mich eine absolut identische Bindung vereinte, starb ein Vierteljahr später.Sie war übrigens nur 3 Monate älter als das Alien.

Übrig blieb ich - nicht mehr die Jüngste, den Jahren nach, und vernünftig habe ich damit allen Haustieren abgeschworen.

Bis diesen Montag...

Da schneite mir dann eine kleine Schneeflocke quer durch alle Vorsätze.

Ihr vermutet richtig - diese Schneeflocke hat 4 Beine - 2 davon ziemlich lädiert nach einem Auto- oder Fahrradunfall, Genaues weiß ich nicht. Und ein süßes Schnäuzchen.


Auf jeden Fall hat das Tierchen unheimliches Glück gehabt, denn es hat überlebt.
Und wie es scheint, sieht der sehr langwierige Heilungsprozess auch positiv aus.

Nun bin ich so gar nicht der Typ für "niedliche" Hunde.
Wer das Alien, meinen Seelenhund, kennt, weiß, was ich meine - ein Zwergpnscher ist nun mal nicht niedlich. Auch wenn er klein ist.

Andererseits weiß ich ja, dass ich irgendwie nie ein Tier hatte, was "geplant" war - sie alle waren mir mehr oder weniger "passiert".

Und nun passiert mir so was "Süßes"...

OK, ich habe mir gedacht, es wird schon seinen Sinn haben, also sage erst einmal zu und schau dann, wie es sich entwickelt.

Diese vierbeinige Schneeflocke nennt sich Malteser.
Knapp ein Jahr alt und einfach nur lieb. Und süß.

Ich bleibe skeptisch, zu sehr hängt mir mein Alien noch in allen Herzkranzgefäßen und vor allem in der Erinnerung.

Aber natürlich gebe ich dem Kleinen ein Zuhause, gar keine Frage! Mit allen Konsequenzen - von Hundesteuer über Hundeschule und Haftpflichtversicherung und vor allem aktuell Tierarztkosten und was da noch so alles dazu gehört.

Aber in meinem Herzen sitzt noch das Alien -

Nun habe ich ihn 3 Tage.

Und ich gebe zu, ich habe mit meinem Alien gesprochen und es um Rat gefragt.

Ja Himmeldonnerwetternochmal - auch Hunde haben eine Seele, warum sollen sie also nicht in irgendeinem Himmel sein, wie immer das auch nach dem Verlassen dieser Erde genannt wird?

Und ich beginne, nicht mehr zu vergleichen.
Sondern zu akzeptieren.
Und anzuerkennen.

Akzeptieren, dass dieser kleine Kerl ein eigener Charakter ist, egal, wie er aussieht und auf Aussenstehende wirkt.

Anzuerkennen, mit welch unsagbarem Vertrauen er sich mir öffnet.

Und ganz langsam keimt da ein Gefühl in mir, das nichts zu tun hat mit "niedlich", sondern mit Verantwortung und - ja! - Liebe.

Wir werden noch einen längeren Weg zusammen gehen müssen, um einander so zu verstehen, wie es Partner tun sollen.

Aber der Grundstein ist gelegt.

Und ich glaube ganz fest, dass sich das Alien da oben im Hundehimmel genüsslich streckt und denkt "die zwei - das passt schon!"

Um es klar zu sagen - nicht, dass der kleine Rüde es schlecht gehabt hätte - er wurde wirklich, soweit Zeit war, betuttelt und geliebt.

Aber das reicht nicht.

Ein Hund ist kein Liebesersatz.

Einen Hund darf ich mir erst anschaffen, wenn ich reif dafür bin - und somit weiß, was ich mir damit für eine Verantwortung auflade.

Was aber auch bedeutet, dass ich fest im Leben stehe und somit eine solche Entscheidung treffen kann.

OK - ich gebe zu, dass ich nach Aliens Tod auch immer gesagt habe, ich will kein neues Tier, denn ich weiß nicht, wie lange ich noch fit bin...

In diesem Falle aber habe ich mich darüber hinweg gesetzt.

Zum einen war es ein Notfall. Zum anderen gibt es Menschen, die für den Kleinen da wären, wenn ich es nicht mehr kann.

Und dann ist da noch das "Karma" - vielleicht sollte es so sein.

Beim Alien war es ja noch krasser - ich als "Katzenmutter" ... ne, bitte keinen Hund, da muss ich ja dauernd Gassi gehen....

Apropos Gassi - ich genieße es, wenn ich mit meinem kleinen Humpelbein (welches übrigens darauf zurückzuführen ist, dass das Frauchen mal wieder keine Zeit hatte und den Kleinen einem Freund aufgedrückt hat, der auch nichts für den Unfall konnte, denn er musste arbeiten und hat trotzdem dem Frauchen zu Liebe ja gesagt... und dann ist der Caspar durch eine offenstehende Wohnungstür entwischt (war nicht angeleint) und auf die Straße....) hier über die Felder gehe - es ist so viel wunderbare Natur zu bestaunen...

OK, wir werden die nächste Zeit nicht so viel gehen von wegen des Hinterbeines...

Und ich sehe ihn gar nicht mehr als so "niedlich", sondern langsam als kleinen Kameraden...
Was sicher auch der Rasse entspricht.


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