Samstag, 2. Oktober 2010

Und wieder ein Samstag...

... die Woche geht immer schneller rum.

Kann mir das mal bitte einer erklären?
Am Sonntag reg ich mich schon auf, dass im TV die Vorschau-Werbung für die Freitagssendungen kommt und - ooops - es ist Freitag.

Ganz plötzlich.
Fast so plötzlich wie Weihnachten oder Geburtstage, die man verpasst...

Früher hat man mir mal erklärt, dass das Zeitgefühl sich mit dem zunehmenden Alter reduziert.
Habe ich nicht begriffen und begreife es immer noch nicht.

ich habe zwar als Kind (ca 10 Jahre alt) etwas ausprobiert:
Wenn ich im Schwimmbad unter der Dusche stand (da gab es noch nicht diese 'doofen' Energiesparknöpfe, was heißt, man drehte auf und genoss die warmen Wasserstrahlen so lange, wie man wollte) habe ich mir vorgestellt, ich säße an meinem Schreibtisch (doch, ich hatte einen, schön alt, noch mit Ledereinlage...) und wenn ich dann am Schreibtisch saß vor meinen Hausaufgaben, erinnerte ich mich an das Duschen und bekam so eine ungefähre Ahnung von diesen Zeitverschiebungen...
Heute ist es mittlerweile fast so weit, daß ich Montags schon auf den Türsummer drücke, wenn ich weiß, ich bekomme Freitag Besuch.

Ich finde das Schade.
Und ich würde gerne wissen, warum das so ist.

Menno - je älter man lebt, umso kürzer lebt man.
Das ist jetzt philosophisch zu sehen - denn es betrifft sowohl Zeitempfinden als auch Lebenszeit.

Eigentlich freut man sich doch auf das beschauliche Rentenalter, weil man dann endlich ZEIT hat.
Zeit für all die Dinge, die man während des Berufslebens oder der sogenannten Familienphase nicht ausleben konnte.

Ich glaube, das ist ein Trugschluss.
Es sei denn, man diszipliniert sich so, dass der Übergang von Berufsleben in die "Selbstverwirklichung" mit der gleichen Pressur geschieht, die wir eigentlich abschütteln wollten...

Ich kann so was nicht.
Oder will es nicht.

ich wollte ja auch eigentlich etwas ganz anderes schreiben...
ein erholsames Wochenende wünsche ich meinen Lesern / Leserinnen -

Kommentare:

  1. Ach so, jetzt habe ich einiges begriffen - dank deinen Worten. Was tun wir jetzt dagegen? Hast du ein Rezept? Nur schon deine Worte waren jetzt für mich Balsam und so wünsche ich dir ein schönes Wochenende und dann einen guten neuen Wochenstart, der ist ja schon bald!

    LG, Brigitte

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  2. Nein, ich habe (noch?)kein Rezept.
    Ich dachte mir nur, es würde mir (und anderen Junggebliebenen *lach*) vielleicht helfen, etwas dagegen oder dafür zu entwickeln.

    Es ist ja oft so, dass die simplen Dinge einfach nicht ausgesprochen werden.Sei es aus Erziehung, Scham oder Gleichgültigkeit.

    Und vielleicht können wir ja gemeinsam was köcheln....

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  3. Ich glaube ja, dass das mit der Zeitwahrnehmung auch etwas mit der Zeit zu tun hat, auf die man schon zurückblicken kann. Bei einem Kind ist das noch eine ziemlich überschaubare Zeitspanne. Dafür gibt es aber auch noch vieles, was man das erste Mal erlebt und das allein aus diesem Grund schon spannend ist. Nicht die Zeit vergeht schneller, sondern manches, was man erlebt, blendet man aus, weil man es nicht mehr als Erlebnis betrachtet.
    Das mit dem Duschen ist auch eine interessante Geschichte. Bei uns war immer am Sonntag Badetag. Hausaufgaben gab es dafür fast jeden Tag.
    Liebe Grüße von Margot

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  4. Hier sitzt ein Geist im Laptop, der den Kommentar gelöscht hat - oder ist er nun doppelt? Also nochmal:

    Schon sehr kluge Köpfe haben sich mit dem Problem befaßt, oder was denkst du warum Einstein die Relativitätstheorie "erfunden" hat.
    Er hat erkannt, daß Zeit etwas reltives ist. Und weil er ein Wissenschaftler war hat er sich Gedanken gemacht wie man das Ganze mit eine Formel umschreiben kann - die Reletivitätstheorie.

    Carpe diem - nutze den Tag (auch wenn er gefühlt 48 Stunden haben sollte)

    Gruß Silvia
    die sich immer freut, deine aus dem Leben gegriffenen Berichte zu lesen

    - falls der Kommentar nun doppelt ist lösch ihn einfach -

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  5. Je älter ich lebe, je intensiver lebe ich.

    Viel zu schnell vergeht mir auch die Zeit, viel zu schnell. Da möchte ich die Stunden festhalten in meinen Händen. Wenn nur alles noch so glasklar in meinem Gedächtnis verankert bliebe aber nein, einiges rieselt durch die Gehirnmasse wie Meersand durch meine Hände.
    Drum schreibe ich auf, was ich vielleicht vergessen könnte. Nun ja, ich versuche es.
    Beim lesen meiner eigenen Geschichten sitze ich in einer Zeitmaschine und erlebe alles
    noch einmal neu.
    Dir einen wunderschönen Sonntag
    Bussi Oppi

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Hier freue ich mich über Eure Kommentare...

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