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Mittwoch, 4. Dezember 2013

also ehrlich....

... da sitze ich mit einem von mir betreuten Patienten seit 08:00 Uhr in der Ambulanz der Medizinischen Hochschule Hannover.
Und, wie das so üblich ist an manchen Tagen, es zieht und zieht sich und dur wirst hierhin geschickt und dahin und dann immer wieder zurück in die kleine Wartehalle, bis die nächste Ansage kommt...

Heute waren es insgesamt 4 Stunden.
Nüchtern nactürlich (also ohne Frühstück) - ne, nicht aus Solidarität mit dem Patienten, sondern weil ich bis 07:30 noch keinen festen Bissen runterbringe.

Und während mein Pateinet wenigstens zwischendurch untersucht, gemessen und ge-echot wurde, kümmerte sich kein Schwein um mich.
Ich wechselte nur zwischen hartem Plastikstuhl im Erdgeschoss zu dem im 2. Stock und dann wieder Erdgeschoss...
Und auch, wenn ich mittlerweile etliche Kilos zugelegt habe und eigentlich insofern eine körpereigene Polsterung auf der Sitzfläche habe, hilft das gar nix.
Dein Rücken fängt an, sich zu beschweren,  die Füße werden immer wärmer und größer und es ist einfach auch nur stinklangweilig.

Also hatte ich mir in weiser Voraussicht das gestern abgebildete Filzbild und etliche Garne mitgenommen. Aber es machte keinen Spaß, und mir fehlte auch die heimische Farbauswahl - ergo gab ich es wieder auf.

Man unterhält sich ja auch nicht in solchen Wartezonen... zumindest nicht mit anderen, fremden Leuten. Man stiert vor sich hin oder befummelt sein Smartphone oder hat auch ne eigene Zeitschrift mitgebracht.

Und dann wird der Mensch neben dir wieder aufgerufen, noch mal ein EKG... und steht auf und tapert Richtung Raum 2 und er merkt nicht, dass seine Hose rutscht und man 1/4 bloßes Hinterteil sehen kann....
Was tun? Ich kann doch jetzt nicht rufen "ziehen Sie ihre Hose hoch, man sieht den Hintern!"...
Es scheint aber niemand zu merken, also mache ich die Augen zu und versetze mich an einen wunderschönen Ort, fern von hier... Meeresrauschen, unendlicher Sandstrand...

Er kommt wieder zurück und ich raune ihm zu: "Sie müssen ihre Hose hochziehen, die rutscht und man sieht die Pobacken!"
"Hä??"
Ich raune ein zweites mal.
"Hä??? Ich höre sie nicht!"

Cool bleiben, lächeln und beschwichtigend abwinken.
Und den Hausarzt demnächst um eine Überweisung zum Ohrenarzt bitten.

Dann Aufruf ab zum "Echo" - und im Fahrstuhl brülle ich ihn dann an, dass seine Hose unsittlich nach unten rutscht und er sie festhalten solle, sobald er aufsteht.

Er verstand, warum ich ihm das unten in dem Warteraum nicht zubrüllen konnte und verspricht Besserung.

Wieder 45 Minuten auf so einer harten Designer-Sitzschale herumgerutscht (alles schick neu und modern gemacht), dann wieder runter in die kleine Wartehalle.
Auf den Hartschalensitz.

Es menschelt langsam.
Gespräche zwischen Leidensgenossen kommen auf.
Der mir gegenüber erkundigt sich, warum ich mein Strickzeug mitgebracht hätte, aber es nicht gebrauchen würde?
Der Typ ist vielleicht 30, harmlos und beflissen freundlich.
Ich lächele zurück und erkläre, dass es eine Stickerei (ohne R) sei, ich bereits gestickt hätte und mir nun ein paar Farben, also Stickgarnfarben, fehlen würden.
Er wollte es dann sehen, war sehr beeindruckt (aber nicht erschrocken) und folgerte dann richtig, dass ich das so ganz aus dem Kopf und ohne Vorzeichnung machen und dann auf einen Keilrahmen spannen würde?
"Ja!"

Danach saßen wir alle wieder leicht genervt und sprachlos herum (es war um die 3. Stunde).
Der harmlose Typ wurde aufgerufen (warum er und wir nicht????), verschwand hinter einer der Türen, tauchte nach 15 Minuten wieder auf und ließ sich in seine Hartschale fallen.

"Quiiiiiiiiiiiiieeeeeeeeeetsch" - er hatte übersehen, dass die 6-sitzige Bank gerade mal leer und nicht am Boden befestigt war und somit einen kurzen Schieber über den Boden vollführte.

Das war ihm peinlich, da plötzlich ALLE hier Wartenden ihn ernst bis vorwurfsvoll ansahen.

Ich wollte ihn retten, weil er ja so nett zu mir gewesen war und meinte:
"Das war doch gar nicht schlimm - früher in der Schule an der Tafel - so mit Kreide - DAS hat geschmerzt!!!"

Und das Kerlchen guckt mich dankbar an und entgegnete "Waren sie Lehrerin?"
In dem Moment explodierte ein Feuerwerk von Emotionen in meinem Kopf und ich antwortete, für die schweigend aber interessiert lauschende Gemeinschaft deutlich hörbar (vielleicht sogar für meinen Patienten):
"Nein, aber Schülerin."
Ich glaube, ich denke mal über eine Typberatung nach.
Hätte er nicht fragen können "SIND Sie Lehrerin"?

Dienstag, 6. Dezember 2011

Alte Funde....

es geht hier schon wieder gefühlsmäßig "rund".

Aber ich mag das ja - da merkste doch, dass du noch lebst.
Aber halllooo!!!!

So beim fürchterlich Suchen nach irgendwelchen Unterlagen, die ich als zukünftiger Empfänger der Leistungen, für die ich schon seit Beginn irgendwelcher Tätigkeiten gezwungen wurde, mich für alle Zukunft abzusichern, die aber anscheinend bei den Rentenversicherern nicht alle gespeichert waren - wieso eigentlich nicht?
Haben die vielleicht versäumt, nach Einführung der Digitalisierung ihre Papierunterlagen zu digitalisieren????

Ey - ich bin in meinem Leben schon xmal umgezogen!!!!
Ihr habt mein Geld bekommen - also müsstet Ihr doch eigentlich dafür verantwortlich sein, was mit eben diesen meinen Beiträgen gescheneh ist....



Egal - beim Wühlen durch Speicher und Keller stieß ich dann unter anderem - neben alten Fotoalben und Tagebüchern  - auf eine Mappe mit uralten Geschichten ... sprich Schreibereien.

Noch so richtig schön getippt auf einer kleinen Reiseschreibmaschine (ich glaub, die hieß "Tippa") - und ich glaube mal, gar nicht so schlecht...

Und eine kleine Skizze dazu...

Jetzt schreib ich das alles erst einmal in den PC ab, und dann schau ich mal weiter....

Sonntag, 3. Mai 2009

nochmal Enten-Gänse / Gänse-Enten....

Ach Mats, von Dir kann man ja richtig was lernen!!!!

Und ich hoffe, ich darf einen Auszug aus Deiner gestrigen Mail hier einstellen - wenn nicht, sag Bescheid und ich nehm ihn wieder raus.

Klar hatte ich geflachst mit Dir und gemeint, das nächste Mal schiebst Du der Entenmama ein Straußenei unter - und es war mir schon klar, daß sie eher darauf balancieren als es ausbrüten würde, denn ich habe hier einige ausgepustete... und so was regt dann meine Fantasie an... bin halt Trickfilm-geschädigt (Paps). Aber was Du dann mit dem Drehen geschrieben hast, hab ich noch nicht gewußt.

Was ich weiß, ist, daß ich Gänse mag. Nein, auch lebendig!!!

Und eigentlich wollte ich jetzt hier so ein paar Tolouser einstellen, aber dann hätte ich bei Google klauen oder ewig auf ein OK warten müssen, also googelt einfach selber mal und geht dann unter "Bilder".

Hier die erste Mail von Dir:

Also............
Das mit der Entenmutter ist ganz einfach. Die gehört einer speziellen Rasse an, die genetisch anders sind, als andere Enten, sich also mit normalen Enten nicht paaren, und wenn doch kommt nur äußerst selten was raus, weil normale Enten 28 Tage Brutzeit haben, diese Enten ( Moschus-, Flug-, Warzen-, Stumm-, Barbarie- Enten - ja, alles Namen für die gleiche Entenrasse ) aber 35 Tage und ausgezeichnete Brüter sind. Von einem Bekannten habe ich Gänseeier bekommen, weil der keine Gänse mehr züchten will. Die Gänseeier hab ich dann in der Brutmaschine etwa 5 Tage angebrütet und dann durchleuchtet. Man sieht dann, in welchem Ei sich was entwickelt. In der Zwischenzeit hatte die Ente ihr Nest voll (unbefruchtete) Eier gelegt. Diese hab ich durch Plastikeier ausgetauscht. Und nachdem ich wußte, welche Gänseeier befruchtet waren, hab ich ihr die Gänseeier untergeschoben und die Plastikeier weggenommen. Den Rest hat dann die Ente gemacht und es hat ja auch wunderbar geklappt.
Ja ja, so war das

Mats

Wieder zu den Gänsen.
Der Bekannte, von dem ich die Eier habe, hat mehrere Gänse ( Paare ) verschiedenster Rassen. Darunter auch ein Paar Toulouser Gänse, sehr große graue Gänse. Seine anderen sind weiß. Da die Eier sehr groß waren und die Küken gemustert und nicht einfarbig gelb sind, vermute ich mal, dass das Toulouser sind. Ich weiß es aber nicht genau, es könnten auch Mischlinge sein. Aber da Gänse dazu neigen, einen festen Partner für lange Zeit zu haben, vermute ich mal, dass ich da zwei kleine Toulouser hab.
Von der Theorie müsste das mit dem Straußenei auch klappen, aber wie Du schon vermutest, gibts da wirklich ein Größenproblem. Die Ente kann das Ei nicht richtig bedecken und ihre Federn sind nicht lang genug um an den Seiten bis zum Boden zu reichen, damit das Ei komplett eingepackt ist. Außerdem hätte die Ente große Schwierigkeiten, das Ei zu drehen. Geflügeleier müssen im Gegensatz zu Reptilieneiern ständig ( mindestens aber drei mal täglich ) gewendet werden, damit der Embryo nicht an der Ei-Innenhaut anwächst.
Aber....
wenn das wirklich Toulouser sind, sind die so groß, dass die das Straußenei ausbrüten können. Das wäre doch einen Versuch wert, oder?


Jepp, Mats - mach mal!

Wir Weibsen schwärmen immer von einem Senioren-Gnadenhof, wo dann jeder sein kleines eigenes Refugium und ggf. Atelier hat, und alle unsere Liebligstiere auch dabei sind - so ein richtig schönes Künstler-Altenteil.
Das wäre doch DER Renner, oder?
Da war Worpswede doch ein Fliegenschiß dagegen! Die haben ja nur gemalt....

Und wir Töpfern, Stricken, Nähen, Färben, Malen, Modellieren, Schreiben, Fotografieren, Filzen, Rebornen, Kochen....
Boah - watten Fundus!!!!!
WDR, ARTE, Dreisat - die würden uns sie Bude einrennen!
Günther Jauch würde uns samt Rollatoren oderHalskrausen ins Studio für Stern TV bitten.

Und die Pflegeversicherung kann uns dann auch den Buckel runterrutschen, denn erstens halten wir uns gegenseitig fit, und zweitens nehmen wir dann - im Falle des Falles - die Geldleistung und sparen den armen Pflegekassen die Heimkosten. Und dem Sozi auch.

Und wenn dann eine/r mal ganz fürchterlich nach Siam muß (oder in sonst so eine zweite /erste Heimat), dann ist das auch kein Problem mehr.

Hätte ich einen Geldscheißer, hätte ich schon längst so einen Hof gekauft.
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